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Boulevard richtung Süden

Augustaplatz Baden-Baden -

Wettbewerb mit Präqualifikation
2013 Baden-Baden - DE
     
     
 
Der Augustaplatz - eine Augustapromenade

Baden-Baden verdankt seinen Aufstieg zur Kurstadt den Thermalquellen, welche hier aus dem Boden sprudeln. Wasser und mildes Klima beeinflussten die historische Stadtentwicklung. Flanieren und Promenieren hat in Baden-Baden Tradition.
Der Augustaplatz wird zur Promenade. Er bildet die urbane Eingangspforte zur Lichtentaler Allee. Gleichzeitig leitet er die vom Süden kommenden Besucher mit großzügiger Geste in die historische Innenstadt.
Zentrales, repräsentatives Element ist die WASSERPROMENADE, ein Steinteppich aufgespannt zwischen Palais Gagarin und Kirchenvorplatz. Aus den Fugen des feinen Basaltbelags sprühen Wasserfontänen, die mit unterschiedlicher Intensität den Platz bespielen. An ihm liegt auch das neue Platzgebäude im Zusammenspiel mit dem Palais Gagarin.
Daneben erstreckt sich die BAUMPROMENADE. Eine Doppelreihe aus weißblühenden Scheinakazien übersteht zusammen mit der Platanenreihe an der Lichtentaler Straße eine großzügige Flaniermeile, in dessen Mitte sich der Straßenraum mit den Bushaltestellen abwickelt. Unter den Akazien bieten sich angenehme Aufenthaltsorte an.
Der dritte Platzbereich gliedert sich in den KONGRESSPLATZ mit urbaner Kante und den RUHERÄUMEN AM PARK. Die 2 imposanten Baumexemplare des Bestandes werden als Bauminseln gefasst und bilden das landschaftliche Entree zum Park. Hier entstehen atmosphärische Aufenthaltsorte an der Schwelle zwischen Platz und Park. Der Bodenbelag des Platzes bringt Urbanität, die Baumstrukturen den Landschaftsraum.
Nördlich des Palais Gagarin wird der alte Baumbestand weitgehend erhalten und übersteht die unterschiedlichen Platzbereiche. Damit entsteht ein angenehm beschatteter Baumplatz mit gewählt großzügigen Baumsitzgruppen zum Landschaftspark hin.
Der Kirchplatz behält seine Eigenständigkeit umrahmt von Linden. Die Wasserpromenade winkt von Nahe dem Kirchenbesucher zu.



Bakkt 2 Grundriss Entwurfplan Wasserpromenade, ein Steinteppich aufgespannt zwischen Palais Gagarin und Kirchenvorplatz.


   
Städebauliches Konzept - Raumeinheiten
Die einzelnen Platzbereiche fließen ineinander und bilden im Zusammenspiel vielfältig nutzbare Raumsituationen aus. Die Wasserpromenade ist das zentrale Element und offen für flexible Nutzungen. Durch das gezielte Ein- und Ausschalten der Fontänen entstehen unterschiedlich große Platzbereiche. So kann die Mitte des Platzes auch große Veranstaltungen aufnehmen, während am Palais Gagarin die Hochzeitsfontänen sprudeln. Der wöchentliche Markt erstreckt sich vom Baumplatz über die Wasserpromenade herunter. ür unterschiedliche Anlässe können besondere Wasser- und Lichtspiele geschaltet werden, welche die Platzgröße subjektiv verändern und jedem Festival seinen eigenen Charakter verleihen. Strategisch platzierte Unterflurinfrastrukturkästen erleichtern die Abwicklung von Veranstaltungen.
Die Funktionen des Busbahnhofes werden in die straßenbegleitende Baumreihe eingebunden. Der Kongressplatz, durch das neue Platzgebäude und der Bauminsel neu gefasst, bietet erweiterten Stadraum und neue Aufenthaltsqualität.

   
Beleuchtungskonzept Die funktionale Beleuchtung für den Straßenraum wird durch Masten mit 6-7m Lichtpunkthöhe und elliptischer Lichtverteilung für die Fahrbahn realisiert. Die Masten sind diskret zwischen den Bäumen auf der Westseite angeordnet. Die Leuchten strahlen somit von der Wasserpromenade weg, um dort nicht zu hohe und gleichmäßige Beleuchtungsstärken zu erzeugen, damit die szenische Beleuchtung der Wasserfontänen nicht gestört wird. An denselben Masten sind auf 4m Höhe Lichtköpfe für die Fußgängerachse angebracht.
     

Auf der anderen Straßenseite sind gleichfalls 4 m Masten zur Beleuchtung des Fußgängerbereiches vorgesehen.Der anschließende Bereich der Wasserpromenade soll vor allem durch seine szenische Beleuchtung wirken. Hier ist auch der Einsatz von farbigen Lichtquellen, besonders für Eventbeleuchtung, vorgesehen.
Der gesamte restliche Platzbereich wird durch Licht von 4 m Masten an der Grenze zum Landschaftspark und an den wichtigsten Fassaden (Palais Gagarin, Platzhaus, Kirche, etc.) sowie durch bodennahes Licht aus den Sitzobjekten und Licht in die Baumkronen definiert.
Ein wesentliches Element bildet das Spiel von Licht und Schatten sowie der Wechsel zwischen helleren und dunkleren Bereichen.
Blatt 3 Schnitte- Details
DER AUGUSTA PAVILLON
Das neue Platzhaus, reiht sich, wie das Palais Gagarin, an der Promenade ein und bildet den Ankerpunkt zwischen Kongressplatz, Busbahnhof und der neuen Promenade.
Die Funktionen richten sich nach den jeweiligen Bedürfnissen des Platzes aus. Der Kiosk, die Verkaufsstelle des KVV sowie der Busfahreraufenthaltsraum liegen direkt an der Promenade gegenüber dem Busbahnhof.
Das Eiscafé orientiert sich gen Kongressplatz, Promenade und Lichtentaler Allee und bespielt damit weitestgehend seine Umgebung.
Das Platzhaus wirkt durch die großverglasten Außenwände sehr offen und bietet somit von allen Seiten Zugang. Der Abschluss dieses Pavillons ist eine massive Dachscheibe die über dem Platz zu schweben scheint. Bekleidet ist diese Dachscheibe mit dem gleichen Stein, Basalt wie der des neuen Bodenbelags der Promenade und stellt sich somit auch als neues Element auf dem Augusta Platz dar.
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