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Fiedhoferweiterung Tisens

Tisens - I
team: Markus Scherer & freilich
 
 
 
Grundriss
   
 
Der Zugang zum bestehenden Friedhof sowie zum Kirchhof erfolgt direkt von der oberen Hauptstraße aus.
An der Ostseite befindet sich ein Aufgang zum Kirchhügel über eine Freitreppe. Der sogenannte Herrnsteig verbindet die Kirchenebene mit dem Widum.
Am Kirchhügel sind die Grabfelder kreisförmig um die Kirche entlang der Friedhofsmauer angeordnet. Im neueren Teil des Friedhofes (nördlicher Bereich) sind sie Grabfelder geometrisch angelegt. Umfasst wird der gesamte Friedhofsbereich mit Natursteinmauern die zum größten Teil verputzt sind.
Das für die Erweiterung vorgesehene Grundstück liegt im Nord – Osten des bestehenden Friedhofes bzw. Kirchhofes (Richtung Widum) und liegt kotenmäßig tiefer als die bestehenden Bereiche.
Das historische Gebäude ist auf Grund seiner Lage (die Kote der Eingangsebene, dem ungünstigen Zugang von der unteren Straße aus sowie der ungünstigen Orientierung der Hauptfassade) nicht im Stand weder eine räumliche Beziehung zum oberen Kirchenbereich (mit Ausnahme des Blickkontaktes vom Kirchhof aus auf das Obergeschoss) noch zum nördlich gelegenen Bereich des Grundstückes in nördlicher Richtung (Widum) aufzubauen.
Das historische Gebäude besetzt einen zentralen Bereich des zu erweiternden Friedhofsbereichs, es dominiert die zur Erweiterung vorgesehene Fläche ohne räumliche Qualität und lässt nur Restflächen frei.
Auf Grund dieser Überlegungen sieht das Projekt, trotz einer architektonischen Qualität der alten Volksschule den Abbruch vor.
  Die Anordnung des neuen Friedhofes erfolgt auf zwei höhenmäßig nach unten gestaffelten Flächen die der Topografie des Ortes Rechnung tragen.
Die obere dieser beiden terrassierten Flächen ist für Grabfelder genutzt. Diese sind beidseitig vom Hauptweg (Achse Zugang Widum) angeordnet.
Die untere Friedhofsebene hat eine Reihe Grabfelder an der Westseite (entlang der inneren Mauer). Die restliche Fläche ist als begrünte „Ruhefläche“ (siehe Pflanzkonzept) gedacht. In dieser liegt wie eine Insel eine begehbare Fläche mit den Urnengräbern. Diese Fläche ist mit einer kleinen Wasserfläche vom Hauptgehbereich getrennt. Die Wasserfläche wird gleichzeitig als Brunnenanlage verwendet.
Die Urnengräber selbst sind auf zwei mit sandsteinverkleideten Sockel zweireihig als Steinnischen angeordnet. Insgesamt sind wie gefordert 50 Urnennischen mit Innenmaßen von 30x30x50(h)cm vorgesehen. Die Sockel sind höhenmäßig so konzipiert, dass man an der Oberseite der Urnengräber Blumen bzw. Kerzen aufstellen kann.
 
 
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