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LGS Hemer 2010

Hemer - D
2007
     
     
   




   
     
01 Landschaftlicher Kontext:
Hemer liegt eingebettet in einer bewaldeten Hügellandschaft. Das Wechselspiel zwischen dichten
Waldblöcken und offenen Wiesenflächen charakterisiert die Umgebung. Risse und Hohlräume spalten
den Boden im Felsenmeer. Der Wechsel zwischen Dichte und Weite, Wald und Wiese, Fels und Spalt,
Schatten und Licht taucht immer wieder auf.
Erschließung:
Ein neuer großzügiger und behindertengerechter Fuß- und Radweg entlang des Felsenparks verbindet
die Stadt mit Felsenmeer und Jüberg. Die regionale Radwegverbindung Menden-Balve-Hemer wird
optimiert.
Die Sportlichtung unterhalb des Sportplatzes wird zum Bindeglied zwischen Felsenmeer,
Standortübungsplatz und Stadt.
Eine Fuß- und Radbrücke führt ohne Steigung zum Felsenmeer.
 
Entlang der Hauptachse wird zusätzlich eine direkte und abenteuerreiche Verbindung von der Stadt biszum Jüberg angeboten, Rundwege und Varianten zwischen den neuen Verbindungen sind möglich.
Alleen mit großzügigen Fuß- und Radwegen umgrenzen das Kulturquartier. Die notwendigen Parkplätze
werden durch die flankierenden Straßen erschlossen, somit kann der Zentrumsbereich großteils autofrei
gehalten werden.
Wohngebiet:
Das Wohngebiet wird topografisch an die bestehende Stadtstruktur angebunden. Es entsteht eine nach
Südosten gerichtete Wohnzone der Topografie des Hügels „im Hasenloh“ folgend und eine Wohnzone im
leicht abfallenden Westhang, welche die Ordnung der Blücherkaserne übernimmt.
 
02
 
 
Stadtterrassen – Aktion auf 3 Ebenen
Schmale Tennenbeläge bieten gebäudenah Platz für Mittagsaktivitäten und werden durch die als
Ruhemöbel nutzbare Heckenseparees von den Parkplätzen des ZSK begrenzt. Über eine
Wiesenböschung mit Hochstämmen gelangt man auf die Terrasse der großräumlichen Aktivitäten mit
Spiel- und Sportplätzen
Während der LGS sind die Stadtterrassen Schauplatz der intensiven Gärten. Die Heckensperren sind die
Eingangselemente der Heckenseparees der Themengärten und können als repräsentativer Rahmen für
Showpflanzung oder als Ruhemöbel eingesetzt werden.
 
03 Auf der 2. Terrasse finden Blumenhallen und Spielplatz, sowie Felsengarten und Wassergarten Platz. Der
flache Wassergarten zum Durchwaten entsteht auf dem Sockel der abgerissenen Halle und wird für die
Dauernutzung in einen Eislaufplatz umfunktioniert. Die Felsengärten werden auf dem bestehenden
harten Belag aufgebaut. Das großzügige Spiel von Steinen, Gräsern und Dachvegetation schaffen
zusammen mit den Steinliegen eine entspannende Atmosphäre. Der Spielplatz bleibt für die
Dauernutzung bestehen.
     
Kulturquartier – Kommunikation und Rückbesinnung
Die Terrassengärten mit Eisenholzbäumen bilden den neuen Auftakt der grünen Achse. Zusammen mit
der Multifunktionshalle und dem bestehenden Baumhain begrenzen sie den für Veranstaltungen
freigehaltene Exerzierplatz. Sie bieten Platz für entspannende Mittagspause und werden während der
Gartenschau zur zentralen Präsentationsfläche, sowie zum Ort der Begegnung.
Eine Panzerspur als Bodenrelief wird zum robusten Spielelement.
Hinter dem Baumhain wachsen 1000 und mehr weiße Lilien aus dem Kies und erinnern an die
Gefangenen des Stalag. Lesemöbel bieten Platz für besinnliche Stunden.
     

Felsenpark –Abenteuer und Fitness
Eine Abenteuerachse führt unter den Bäumen über Stock und Stein bis zum Jübergturm. Für die
Gartenschau schweben über den Baumkronen der Achse entlang leuchtende Gasballone bis zum
ebenfalls schwebenden Aussichtsturm. Der weit ausschweifende Spazierweg führt durch Wald und
Lichtungen mit unterschiedlichen Aktivitäts- und Ruhemöglichkeiten bis zur Sportlichtung und weiter bis
zum Jübergturm. Für die Gartenschau werden die Lichtungen zu stimmungsvollen Präsentationsräumen.
Der Sportplatz als Bindeglied zwischen weiter Wiesenlandschaft und Wald wird mit Rasentribünen
ausgestattet und im Rundweg integriert. Während der LGS wird er durch großzügige Wechselbeete der
Eingangssituation gerecht. Eine blühende Wiesenböschung am Ennertsweg grüßt die Vorbeifahrenden.
Waldpark – Licht und Schatten
Der Waldpark stimmt auf das zerklüftete Felsenmeer ein. Lichtungen zwischen dichten Baumblöcken
bieten Raum für Mythen und Legenden. Getreideblöcken überraschen in der Lichtung und Rindenmulch
als Bodenbelag verstärkt das sinnliche Erlebnis. Die Niederwaldbewirtschaftung wird in Erinnerung
gerufen. Während der LGS finden hier Licht- und Schattenpflanzen, Baumschulen sowie Kunstobjekte
einen sinnlichen Rahmen.
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