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milkon


Milkon-Wettbewerb
Bozen 2007

Siegerrunde 1.Phase
mit Team: Kauntz|Clemens|Kinkelin|Biquadra


Blatt 1
 
Städtebauliches Konzept
Das bestehende Betriebsgebäude des Milkon Werks wird im Süden durch einen Zubau für das Eingangsgebäude und das Verpackungslager und einen Neubau für Bar & Bistro, Geschäft, Kindergarten und Wohnungen erweitert. Eingangsgebäude und Geschäft sind durch einen zentralen Platz mit großem Flugdach miteinander verbunden. Dieser Platz stellt das Herz des gesamten Betriebsareals dar. Von dieser verkehrfreien Zone werden alle Bereiche erschlossen.
Der Durchblick zum Fluss und zur Stadt stellt eine zusätzliche Qualität dieses Bereiches dar.
Die Positionierung des Verpackungslagers zu Einfahrt und Straße ergibt sich aus den funktionellen Anforderungen.
Durch die Anordnung dieser neuen Baukörper und die unten beschriebenen Verkehrsflüsse steht einer Erweiterung von Produktion und Hochregallager im nördlichen Bereich des Betriebsareals nichts im Wege.

Verkehrskonzept
Ziel des Projektes ist es die Verkehrswege von Lkws, Pkws, Radfahrern und Fußgängern klar zu trennen. Deshalb wird am nördlichen Ende des Betriebsareals (gemeinsam mit der Zufahrt zum Weingut) eine Einfahrt für Lkws errichtet. Milchtankwagen fahren an der nördlichen Grundstücksgrenze und am Fluss entlang über eine neue Waage zu den Milchannahmestellen und dann über die bestehende Waage und Ausfahrt aus. Pkws hingegen benutzen ausschließlich die bestehende Zufahrt und kommen von dort direkt zu den 40 oberirischen und 150 unterirdischen Parkplätzen.

die Fassade als Imageträger
Der gesamte Produktionsbetrieb und die Lagerräumlichkeiten erhalten eine neue Fassadenhülle. Die Hülle besteht aus bedruckten Platten, welche je nach Anforderung der einzelnen räumlichen Situationen transluzent oder geschlossen sind. Vor allem die auffälligen Längsfassaden sind südseitig zu Straße und Autobahn, nordseitig zur Innenstadt orientiert und werden so zum Imageträger des Unternehmens. Die sehr abstrahierte Darstellung einer Wiese soll Herkunft und Bezug zu den Produkten der Milkon darstellen.
Im dazu kontrastierenden, verglasten Obergeschoß, wo vor allem die Büro- und Kommunikationszonen untergebracht sind, befindet sich auf der Autobahnseite die Mila-Gallery. Die dort angebrachten großflächige Lightboxen und Informations-paneele an der Wand zu den Archiven sind durch die Glasfassade auch von außen sichtbar und tragen außerdem zur Vermittlung des Firmenimages bei.

Freiflächenkonzept
Eine durchgängige Außenraumgestaltung fasst das gesamte Milkongelände und verleit dem Areal unverkennbare Identität.
Regelmäßig angeordnete Grasbänder gliedern und strukturieren den Raum, skulpturale Erdkörper ermöglichen eine maßstäbliche Durchgrünung des Geländes mit Blühgehölzen. Die Primärpflanze Gras tritt durch ihre Regelmäßigkeit in einen spannenden Dialog mit dem Thema Industrie, die tropfenartige Form der Graskörper zitiert die Geometrie von Yoghurtkulturen und bietet den Gehölzen ausreichenden Wurzelraum. Durch die Grasbänderung werden die Notausgänge und notwendige Wartungszugänge am Gebäude sicher eingebettet, der motorisierte Verkehr wird eindeutig vom Fußgeherraum getrennt.
Von der neuen Fahrradbrücke erschließt ein Fahrradweg das Firmengelände und bietet sowohl Mitarbeitern wie Shopkunden einen attraktiven, sicheren und komfortablen Weg zum zentralen Platz. In diesem Bereich ist auch der überdachte Fahrradabstellplatz vorgesehen. Der Grünbestand erhält im östlichen Bereich eine neue Einfassung und soll als offene Fläche Platz für Firmenfeiern und Veranstaltungen bieten, eine Gehölzhecke schirmt den Bereich vom Straßenraum ab.

 
Blatt 2
funktionelle Gliederung
Im Eingangsgebäude befinden sich alle repräsentative Räumlichkeiten wie Medienraum und großer Sitzungssaal sowie die Büros der Geschäftsführung. Die Mensa, Kaffee- und Raucherraum sowie ein Ruhebereich im obersten Geschoß stellen das Verbindungsglied zu allen anderen Büros , welche auf dem bestehenden Betriebsgebäude errichtet werden, dar. Hier gibt es reichlich Kommunikationsflächen und eine Terrasse mit Blick zur Stadt und geringer Lärmbelästigung.
Die Büros sind in die Bereiche Finanz- und Rechnungswesen, Verkauf sowie Produktion und Technik gegliedert, wobei letztere über zwei Geschoße angeordnet sind und in direkter Verbindung zur Produktion stehen. Alle Büros verfügen über eine natürliche Belichtung und Belüftung und haben Ausblick auf die Stadt Bozen und den Signater Berg oder auf die internen Patii. Eine optimale Belichtung für die Computerarbeitsplätze ist durch die Nordorientierung garantiert. Großzügige Kommunikationsflächen auch vor den Büros sind Teil des Erschießungskonzeptes und fördern das positive Betriebsklima.
Im Untergeschoß befindet sich die Tiefgarage mit 150 Stellplätzen für die Mitarbeiter. Anschließend an die Tiefgarage sind alle Umkleiden für die Mitarbeiter der Produktion, die externen Monteure und die Mitarbeiter von Werkstatt und Magazin. Von hier aus wird das Produktionsareal erschlossen.
Das Verpackungslager ist im Westen des Bestandes ist so platziert, dass es sich logisch in den Produktionsablauf eingliedert (Verpackungslager – Produktion – Hochregallager). Es verfügt über zwei seitliche und eine rückseitige Andockstelle.
Im Neubau im Süden des Betriebsareals sind Geschäft, Bar & Bistro, der Kindergarten und die Wohnungen untergebracht. Bar & Bistro und Geschäft zeichnen sich durch Transparenz und Offenheit zu den Freiflächen. Beide Bereiche sind durch die Verkostungsecke miteinander verbunden. Daran anschließend befindet sich der Kindergarten mit einem überdachten Freibereich und einem Spielgarten. Im Obergeschoß diese Gebäudes befinden sich die Wohnungen. Alle Wohnungen sind zum Fluss und zur Stadt orientiert, um auch hier die Lärmbelästigung möglichst gering zu halten.
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